Steve Heylen zum neuen Präsidenten der Europäischen Verband der Standesbeamtinnen und Standesbeamten (EVS) gewählt


Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, wurde Steve Heylen aus Belgien zum neuen Präsidenten der Europäischen Verband der Standesbeamtinnen und Standesbeamten (EVS) gewählt. Die Wahl fand in Ostende während des Jahreskongresses der Organisation statt, der in diesem Jahr in Belgien ausgerichtet wurde. Am 1. Juni wird er die Nachfolge von Simon Rijsdijk aus den Niederlanden antreten, der in den Ruhestand geht. Steve Heylen ist seit 2018 Vizepräsident der Vereinigung und gehört dem Mitgliederversammlung bereits seit 2010 an. Als Präsident will er den Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, inhaltliche Stärkung und engere europäische Verbindungen im Bereich Personenstandswesen und Familienrecht legen.

In seiner ersten Stellungnahme bedankte sich Steve Heylen herzlich für das Vertrauen, das ihm von den Mitgliedern entgegengebracht wurde. Er bezeichnete das Präsidentenamt als große Ehre, aber auch als anspruchsvolle Verantwortung. Aus seiner Sicht steht die EVS trotz ihrer relative Kleinheit vor wichtigen europäischen Herausforderungen. „Gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern möchte ich weiterhin eine starke EVS aufbauen, die Fachleute, Wissen und Länder in Europa noch enger zusammenbringt“, sagte er in seiner Annahmerede. Gleichzeitig würdigte Heylen die Arbeit seiner Vorgänger. Mit großer Anerkennung verwies er auf mehrere prägende Persönlichkeiten der Vereinigung, darunter Cees Meesters, Paride Gullini und Jürgen Rast, und richtete einen besonderen Dank an Simon Rijsdijk, der die EVS in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet hat.

Der neue Präsident betonte, dass er diese Verantwortung nicht allein tragen möchte. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Vizepräsidenten Kristi Kail aus Estland und dem neu gewählten Renzo Calvigioni aus Italien sowie mit dem Generalsekretär Gerhard Bangert aus Deutschland. Für die inhaltlichen Herausforderungen im Arbeitsalltag der Standesbeamtinnen und Standesbeamten rechnet er ausdrücklich auch auf die Vorschläge des EVS-Fachbeirats.

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Heylen mehrere klare Prioritäten. Er möchte die Mitgliederbasis der EVS weiter stärken, die Kongresse der Vereinigung als Ort der Begegnung und des Wissensaustauschs erhalten und zugleich Wege suchen, diese Treffen auch künftig praktikabel und zugänglich zu gestalten. Darüber hinaus will er das Netzwerk der EVS ausbauen, indem Kontakte zu weiteren europäischen Ländern vertieft und die Zusammenarbeit mit der ICCS/CIEC sowie der Europäischen Kommission gestärkt werden. Mit einem starken Fokus auf die Menschenrechte, die im Kongress von Ostende im Mittelpunkt standen, und auf bürgernahe Dienstleistungen möchte er dazu beitragen, die weitere Harmonisierung des Personenstands- und Familienrechts in Europa voranzubringen.

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